Stadtteile entwickeln, Menschen vernetzen

In Köln haben wir erkannt, dass Arbeitslosigkeit und ihre gesellschaftlichen Folgen nicht isoliert voneinander bewältigt werden können. Sondern dass Hilfsangebote dort angesiedelt sein müssen, wo sie die Menschen auch erreichen: in ihrem Stadtteil, oder auf kölsch: in ihrem Veedel.

Auf Grundlage eines Beschlusses des Rates der Stadt Köln wurde daher im Juni 1997 mit der Einrichtung von dezentralen JobBörsen in den neun Kölner Stadtbezirken begonnen. Heute sind 23 JobBörsen in ganz Köln tätig und ihre Aufgaben sind mit den Jahren gewachsen.

Als ProVeedel JobBörsen gehört die Stadtteilarbeit zu unseren Kernaufgaben und ist wesentlich für den Erfolg des JobBörsen-Programms. Wir sind als aktiver Partner vor Ort und sorgen mit für eine Stabilisierung des sozialen Gefüges, für mehr Verständigung zwischen Nachbarn und Kulturen.

Die ProVeedel JobBörsen fördern u.a. lokale Netzwerke, in denen sich engagierte Menschen aus Verbänden, Einrichtungen und Bürgergruppen zusammenschließen. Hier werden konkrete Verbesserungsmaßnahmen für den Stadtteil entwickelt: von der Kinderbetreuung über die Integration von ausländischen Mitbürgern bis hin zu Bildungs- und Qualifizierungsangeboten. Dabei steht die Förderung der Eigeninitiative der Stadtteilbewohner im Vordergrund. Welche Bedürfnisse und Anregungen werden von den Bewohnern selbst vorgetragen, um die Lebensqualität im Stadtteil zu erhöhen? Welche Angebote knüpfen an die Ressourcen der Menschen an und stärken die Selbstorganisation im Stadtteil? Wo und wie können Kompetenzen gebündelt werden?

Durch diese Herangehensweise unterstützen wir die Entwicklung von Stadtteilen zu Lebens- und Lernorten aktiver Bewohner. Die JobBörsen sind damit unentbehrlicher Bestandteil des sozialen Lebens in Köln geworden.


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Konsortium JobBörsen Köln